Titelkampf zwischen Erfahrung und Aufbruch
07.01.2026

Olympiasieger, Weltmeister und aufstrebende Talente kämpfen um den Gesamtsieg
Drei Olympiasiege, 26 Welt- und 24 Europameistertitel sowie unzählige Silber- und Bronzemedaillen vereinen sich bei den 59. Antenne Schlager SIXDAYS BREMEN auf der Radrennbahn in der ÖVB-Arena. „Bei uns fahren die Besten der Besten“, sagt der sportliche Leiter Erik Weispfennig mit Blick auf die Erfolge der Starterinnen und Starter. Sie alle werden dem Publikum in der ÖVB-Arena in den kommenden Tagen, vom 9. bis 12. Januar, ein rasantes Spektakel bieten.
Ein Name sticht im Medaillenspiegel besonders hervor: Simone Consonni. Auf das Konto des Italieners gehen olympisches Gold, Silber und Bronze sowie zahlreiche Titel bei Welt- und Europameisterschaften. Zweimal ging er in Bremen bereits an den Start, zuletzt mit Landsmann Elia Viviani. Ein Reifenplatzer zwanzig Runden vor Schluss kostete das Duo im Vorjahr den Sieg. Mit Michele Scartezzini soll es nun im Team Stark Gebäudereinigung ganz nach vorn gehen. Die beiden sind ein eingespieltes Team, gewannen gemeinsam Silber bei Welt- und Europameisterschaften.
Doch auch die deutschen Topathleten gehen mit eindrucksvollen Palmarès ins Rennen: Nils Politt als Tour-de-France-Etappen- und -Mannschaftssieger sowie Roger Kluge als Olympiazweite, dreifacher Welt- und fünffacher Europameister. Beide kennen die Bremer Bahn, konnten hier bereits gewinnen. An ihrer Seite steht eine wachsende Gruppe junger Athleten, die das Renngeschehen zunehmend prägt: Moritz Augenstein, Benjamin Boos, Donavan Grondin, Matias Malmberg. Sie markieren einen sichtbaren Generationenwechsel auf der Bahn.
Galten sie vor einigen Jahren noch als die jungen Wilden, gehören sie heute zu aussichtsreichen Kandidaten auf den Gesamtsieg. Besonders deutlich wird dieser Übergang mit Blick auf Moritz Augenstein und Matias Malmberg, die im Vorjahr als Team Rang vier belegten und nun – getrennt voneinander – mit starken Partnern starten: Augenstein mit Kluge (Team swb) und Malmberg mit Politt (Team Hermes Systeme).
„Moritz reist als amtierender Welt- und Europameister nach Bremen. Er hat sich mit konstant offensiven Auftritten zum prägenden Fahrer der neuen Generation entwickelt“, sagt Weispfennig. Hinzu kommen Malmberg als U23-Europameister und vielseitiger Bahn-Allrounder, Benjamin Boos, der als hart arbeitender Verfolger- und Madison-Spezialist zunehmend internationale Aufmerksamkeit erlangt, sowie Donavan Grondin, der mit seinen 25 Jahren bereits olympische Bronze und zwei Weltmeistertitel gewonnen hat. Weispfennig: „Diese Fahrer stehen stellvertretend für einen Pool an Nachwuchsathleten, die bereit sind, die Bühne nicht erst in einigen Jahren, sondern schon jetzt anspruchsvoll zu besetzen.“
Die vier Renntage in Bremen versprechen daher nicht nur Spannung im Kampf um den Gesamtsieg, sondern auch eine klare Standortbestimmung zwischen Erfahrung und Aufbruch. Die Routiniers werden ihre taktische Überlegenheit, ihr Gespür für Rennsituationen und ihre mentale Stabilität ausspielen. Gleichzeitig drängen die jungen Fahrer mit aggressiven Attacken, mutigen Rundengewinnen und hohem Tempodruck nach vorn. Die Dynamik zwischen diesen beiden Lagern dürfte das Rennen entscheidend prägen.




