
60 Jahre SIXDAYS BREMEN: Eine Erfolgsgeschichte zwischen Spitzensport, Tradition und Volksfest
06.08.2026

Donnerstag, 6. August 2026 ∙ Es gibt Orte im Sport, die weit mehr sind als eine Wettkampfstätte. Orte großer Emotionen, an denen Erinnerungen entstehen, Generationen zusammenkommen und Geschichte lebendig wird. Für den Bahnradsport ist Bremen seit sechs Jahrzehnten ein solcher Ort. Die Antenne Schlager SIXDAYS BREMEN feiern vom 15. bis 18. Januar 2027 ihr 60. Jubiläum und damit die Historie einer Veranstaltung, die längst über den Sport hinausgewachsen ist.
Wenn sich im Januar zum 60. Mal die Tore der ÖVB-Arena öffnen, die ersten Scheinwerfer die Bahn erleuchten und das unverwechselbare Surren der Reifen über das Holz zieht, kehren nicht nur Weltklasse-Athletinnen und -Athleten an die Weser zurück. Es kommen auch jene Menschen, für die die SIXDAYS seit Jahrzehnten zum Jahresbeginn dazugehören: Großeltern, die ihren Enkeln zeigen, wo sie einst Rudi Altig oder Patrick Sercu angefeuert haben, Freundeskreise, die sich traditionell im Januar treffen, ehemalige Fahrerinnen und Fahrer sowie unzählige Fans, die hier Erinnerungen geschaffen haben.
Vom mutigen Experiment zur internationalen Institution
Was 1965 mit einer mutigen Idee begann, entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Sechstagerennen der Welt. Aus einer neuen Halle wurde eine Bühne für Olympiasieger:innen, Weltmeister:innen und Legenden des Bahnradsports. Aus einem Radrennen wurde ein Stück norddeutsche Identität. Als Bernd „Fips“ Rohr beim Premierenrennen einen Schinken, 25 Flaschen Schnaps und ein Auto als Prämien gewann, stand nicht die große Historie im Mittelpunkt. Es ging um Leidenschaft, um Begeisterung und um die Freude am Sport. In den folgenden Jahrzehnten wurde Bremen zu einem Sehnsuchtsort des internationalen Bahnradsports. Hier kämpften die Größten ihrer Zeit um Siege: Rudi Altig, René Pijnen, Danny Clark, Didi Thurau, Patrick Sercu, Andy Kappes und viele mehr.
Bis heute zieht das Traditionsrennen die Elite der Szene an. In den vergangenen Jahren gingen unter anderem World-Tour-Fahrer wie Nils Politt, Iljo Keisse und Jasper De Buyst sowie die Olympiasieger Elia Viviani, Simone Consonni und Franziska Brauße auf die Bahn. Fans dürfen gewiss sein, dass der Sportliche Leiter Erik Weispfennig auch zum Jubiläum mit großen Namen aufwarten wird.
„Bremen ist für die Fahrerinnen und Fahrer eine ganz besondere Herausforderung. Auf der extrem kurzen und steilen 166-Meter-Bahn in der ÖVB-Arena kannst du dich keine Sekunde verstecken. Hier zählt pure Physis, Taktik und Instinkt“, erklärt Weispfennig. „Zum 60. Jubiläum bringen wir ein international hochkarätiges Feld auf die Bahn, das von der ersten bis zur letzten Minute alles fordern wird. Wir bieten den Fans ehrlichen, hautnahen und rasanten Spitzensport.“
Atmosphäre, die Generationen verbindet
Fragt man die Fahrerinnen und Fahrer nach dem Geheimnis der Bremer SIXDAYS, fällt fast immer derselbe Begriff: Atmosphäre. Sie lässt sich weder in Besucherzahlen noch in Siegerlisten messen. Sie entsteht durch Menschen, die seit Jahrzehnten immer wieder an denselben Ort zurückkehren. „Man kommt wegen des Sports, man bleibt wegen der Party und man kehrt Jahr für Jahr wegen der Menschen zurück“, bringt Projektleiter Mario Roggow dieses besondere Gefühl auf den Punkt. Genau diese emotionale Bindung erklärt, warum die SIXDAYS selbst nach sechs Jahrzehnten zu den wenigen Sechstagerennen gehören, die sich im Radsportkalender behaupten. Diese emotionale Bindung und ihre einzigartige Mischung aus Spitzensport und Volkfestcharakter machen die Veranstaltung zu weit mehr als einem Sportereignis – sie ist das jährliche Wiedersehen einer großen Radsportfamilie.
Warum Bremen geblieben ist
Der Blick über die Landesgrenzen macht die Bedeutung des Jubiläums noch deutlicher. Viele Traditionsrennen mussten kapitulieren. Das dichte Netz der europäischen Winterbahnen ist weitestgehend Vergangenheit. Das Format der Sechstagerennen – einst eine weltweite Erfolgsstory von New York über Paris bis Berlin – fiel vielerorts wirtschaftlichen Krisen, gesellschaftlichen Veränderungen, der Corona-Pandemie und dem Strukturwandel des internationalen Radsports zum Opfer.
Der Erfolg der SIXDAYS BREMEN ist somit keine Selbstverständlichkeit. Er beruht auf mehreren Faktoren. Zum einen gelang es den Verantwortlichen immer wieder, die Veranstaltung weiterzuentwickeln, ohne ihre Wurzeln aufzugeben. Aus dem klassischen Sechstagerennen wurde ein modernes viertägiges Eventformat, das den veränderten Erwartungen des Publikums Rechnung trägt. Während andere Rennen an Attraktivität verloren, gelang es Bremen, neue Zielgruppen anzusprechen und gleichzeitig die sportliche Glaubwürdigkeit zu bewahren.
Auf die nächsten Runden
Wenn am 15. Januar 2027 in der ÖVB-Arena zum 60. Mal der Startschuss fällt, feiert Bremen nicht nur ein Jubiläum, sondern das Fortbestehen eines internationalen Sport-Kulturguts. Und die Geschichte der SIXDAYS, die seit sechs Jahrzehnten Menschen begeistert und den Bahnradsport an der Weser lebendig hält, ist noch lange nicht zu Ende geschrieben. Das 60. Jubiläum markiert keinen Schlusspunkt, sondern den Auftakt für das nächste Kapitel. „Bahnradsport muss kein Auslaufmodell sein, wenn man ihn mit Herzblut und Nahbarkeit betreibt“, sagt Roggow. In Bremen weiß man seit über 60 Jahren: Ein Sechstagerennen gewinnt man nicht nur mit den Beinen, sondern mit der Seele.
Tickets für die 60. Antenne Schlager SIXDAYS BREMEN sind bei Nordwest-Ticket und unter www.sixdays.de erhältlich.

